Ermittle nur die Influencer, welche auch zu der Identität deines Brands passen.

 

Das wichtigste der Influencer Auswahl ist, dass du nur mit Creators zusammenarbeitest, welche eine ähnliche Identität wie deine Marke besitzen. Erforsche ebenso das Image deines zukünftigen Werbepartners. Achte ausserdem darauf, dass du Influencer auswählst, welche eine Themenkompetenz haben, welche für deine Marke relevant ist. 

 

Wenn du beispielsweise eine Fitness Marke hast solltest du Botschafter suchen, welche von den Follower als kompetente “Pumper” wahrgenommen werden auf wessen Meinung sie vertrauen können. Deshalb solltest du keine Influencer auswählen, welche ununterbrochen Werbung machen, da es die Glaubwürdigkeit bei der Community senkt. Darüber hinaus ist auch der Kanal Inhalt des Influencers nicht zu unterschätzen. Beachte, dass er sogenannten “Red Line Content” postest. Das heisst, dass seine Kanalinhalte sowie die Kommunikation sich mit deiner Branche überschneiden sollten und sich der Kanal mit deiner Branche befassen sollte. 

Daher wäre es mässig effektiv, wenn du einen Lifestyle Influencer, welcher ab und zu Fitness Inhalte postet für deine Kampagne auswählst.  Wenn du beispielsweise Vegane Fitnessriegel anbietest sollte auch der Influencer diese Meinung vertreten. Durchstöbere die Captions und die Kommentare und schaue ob sie und deren Abonnenten eine ähnliche “Sprache sprechen” wie deine Firma. Folgendes könntest du dich ebenso fragen:

 

  • Welche Affinitäten verbindet die Follower des Influencers?
  • Welche Werte vertritt der Influencer und deren Follower?
  • Wie ist die Content Tonalität des Influencers
  • Gab es Partnerschaften mit direkten Konkurrenten?
  • Wie interagiert der Influencer mit der Community? 
  • Welche Key Words werden häufig genannt

 

Empfehlenswert wäre es eine Influencer Persona zu machen, wo du einen imaginären aber ideal passenden Influencer für dein Unternehmen ermittelst. Diesen gleichst du nun mit allen Influencern ab, welche in Frage kommen und merkst, welcher Influencer am besten zu deinen Vorstellungen passt.  Vergewissere dich ausserdem, ob sich die Influencer mit deinem Produkt identifizieren können. Dies ist der Grundbaustein für eine authentische und Glaubwürdige Kampagne.

 

Unterschätze die Wirkung der Interaktionsrate nicht

 

Eine Menge Influencer haben zwar viele Follower, diese sind jedoch äusserst Inaktiv, was zu einem “Kampagnen-Flop” führen kann. Diesbezüglich ist erwähnenswert, dass du dich am besten von Anfang an auf interaktionsstarke Influencer beschränkst. Denn diese Werbebotschafter bringen dir auch die erhofften Impressionen und Reaktionen auf deine Beiträge. 

 

Die Interaktionsrate ist eigentlich nur ein kleiner Prozentsatz, welcher die Kanalaktivität misst (Kommentare, Shares, Likes im Verhältnis zu deiner Abonnentenzahl multipliziert mal 100) Diese Kennzahl misst wie erfolgreich und relevant dein Kanal ist und wie gross die emotionale Bindung der Abonnenten sind. Damit sie nicht sinkt, muss der Influencer auf die Kommentare der Follower eingehen und dessen Beziehungen pflegen. 

 

Ich habe einmal in einem Buch gelesen, dass ein Like eine emotionale Wirkung hat und finde dies eine passende Metapher dafür. Indem er auf die Kommentare seiner Community eingeht oder diese liket, stärkt der Influencer seine emotionale Bindung zu den Followern. Suche daher nur Influencer, welche auch ein wenig mit ihrer Community interagieren und ihnen als “Online-Buddy” zur Seite stehen. Dafür wirst du mit einem erhöhten Vertrauen, mehr Reichweite und einer intensiveren Bindung der Follower belohnt. Du fragst dich jetzt bestimmt, wie eine gute Interaktionsrate aussieht oder? Genau dafür habe ich dir folgende Tipps:

 

  • Mikro Influencer: (10 000 – 100 000 Follower) ER:  4 -15 %
  • Makro Influencer: (100 000- 1 000 000 Follower) ER 2.5-4 %
  • Mega Influencer (1 000 000 -100 000 000 Follower)ER 2.5- 1.5%

 

Der Publishing Rhythmus sollte stimmen.

 

Auch der Publishing Rhythmus ist einer der wichtigsten Faktoren, welche im Instagram Algorithmus eingehalten werden sollten. Damit meint Instagram, dass der Influencer regelmässig posten sollte, damit er für den Algorithmus relevanter erscheint. Die Konsequenz davon ist, dass dich der Algorithmus mit mehr Reichweite beschenkt. Wenn du  mit einem Botschafter arbeitest, welcher wenig veröffentlicht, kann dies folglich die Effizienz der Kampagne behindern. 

 

Denn wer wenig postet verliert eine aktivierte und interessierte Community als auch tausende Impressionen und Profilbesucher wöchentlich. In der logischen Konsequenz checken die Follower den Feed der Influencer nicht mehr ab, da zu wenig Content kommt. Ausserdem erreicht der Influencer keine neuen Personen mehr und verliert bisherige Follower wegen seiner Inaktivität. 

Influencer Marketing Partnerschaften sollten primär über einen längeren Zeitraum geschlossen werden, da die Follower erst mit der Zeit zu Käufern werden. Anbei ein paar Tipps für Publishing Rhythmen:

 

  • 1x monatlich = Auf keinen Fall zu empfehlen
  • 1x wöchentlich = Besser aber immer noch zu wenig
  • 2x wöchentlich = Ausreichend
  • 3-5 x wöchentlich = Super
  • Mehrmals Täglich = Evtl. zu viel

 

Erforsche die Zielgruppen deiner Influencer

 

Viele vergessen, dass beim Influencer Marketing nicht nur auf den Influencer sondern auch auf die Qualität seiner Follower geachtet werden muss. Deshalb solltest du am besten die Profile, welche mit deinen Werbebotschaften interagieren gründlich durchforschen. Folge ihnen, durchforsche sie nach Keywords in der Bio und versuche ihre Emotionen, Leidenschaften, Affinitäten, Werte und Meinungen herauszufinden. 

 

Des Weiteren kannst du auch die Tonalität ihres Contents (Captions, Beiträge und Hashtags) ermitteln und merkst, was sie bewegt und wovon sie sprechen. Weitere demographische Merkmale findest du, indem du die Kanal Insights deiner Influencer anforderst. So siehst du, ob sie eine für dich relevante Zielgruppe erreichen. Wähle dabei die Influencer aus, welche die ähnlichste Zielgruppe wie du besitzen. Sofern du die passendsten Influencer als längerfristiger Botschafter gebucht hast kannst du dessen Zielgruppen tiefer erforschen. 

 

Des Weiteren könnte es eventuell eine Option sein, dass du hunderte Profile der Follower erforscht, damit du daraus mit der Zeit “Community Member Personas” bilden könntest. Diese Personas kannst du aus Merkmalen erstellen, welche sich bei den Abonnenten häufen. Frage dich immer, welche Inhalte, Formate, Designs, Bildsprachen und Kommunikationsstils von den Followern präferiert werden. Hierbei würde ich dir empfehlen, dass du mehrere Personas für verschiedene “Typen” der Follower des Influencers erstellst.  Eine solche Persona könnte zum Beispiel folgendes beinhalten

 

  • Welchen Content und Inhalte bevorzugen die Follower?
  • Was sind deren gehäufte Leidenschaften?
  • Was sind häufige Affinitäten?
  • Plagen sie gewisse Ängste?
  • Gäbe es ein Hindernis, was dazu führt, dass sie dein Produkt nicht kaufen?
  • Was sind dessen Werte?
  • In welchen Lebensituationen befinden sie sich?
  • Welche Charakterzüge zeichnen diese Personen aus?
  • Gibt es vielleicht gewisse Produkt und Markenpräferenzen?

 

Diese Personas kannst du dann für jeden Influencer erstellen und deine Kampagnengestaltung sowie die Strategie auf die Personas zuschneiden. Somit ist die Chance auf Ergebnisse einiges höher, da du weisst, wie die Community des Influencers tickt. Dennoch fordert diese Strategie viel Zeit, weshalb sie bei längerfristigen Kampagnen empfohlen wird.

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